Impressionistische Malerei

Claude Monets Seerosen 

Sicherlich kennt jeder dieses Gemälde oder hat es zumindest schon einmal als Kunstkalender in irgendeinem Büro hängen sehen. Der eine findet sie sehr nett anzuschauen, der andere hält sie für alt und langweilig. Impressionistische Werke nehmen heute wahrscheinlich viele Menschen als dekorativ wahr – als viel mehr aber auch nicht. Welche wichtige und revolutionäre Rolle der Impressionismus jedoch in der Kunstgeschichte spielt und weshalb er als Wegbereiter der Moderne gilt, wird im folgenden Text erklärt.  Grundidee des Impressionismus  Der Kunststil entstand während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Vorherrschend war zu dieser Zeit der Klassizismus, welcher an den Akademien gelehrt wurde. Gemälde unterlagen strengen Gestaltungsformeln und beinhalteten immer einen gewissen Zweck wie zum Beispiel die Darstellung politischer Ereignisse. Sie sollten dem Betrachter eine klare Aussage transportieren und besaßen somit stets einen belehrenden Charakter.  Die Impressionisten brachen mit ihrer Malerei bewusst diese Regeln und wollten in ihren Bildern zurück zu einer „reinen Wahrnehmung" ohne sich selbsterklärende, eindeutige Interpretation. Die exakte Darstellung der Realität in den Hintergrund. Stattdessen liegt das Augenmerk auf dem subjektiven Eindruck (Impression) des Malers und des Betrachters. Man ist also aufgefordert selbst eine Aussage des Gemäldes für sich zu finden und sich mit seinen Empfindungen gegenüber der dargestellten Szene auseinanderzusetzen – den eingefangenen Moment mitzuerleben. Damit legten die impressionistischen Maler den Grundstein für die Kunstauffassung der Moderne: Ein Kunstwerk soll per se seinen Sinn und Wert dadurch erhalten, dass es ein Kunstwerk ist. Nicht erst nachdem es Normen und einen Zweck erfüllt hat.  Charakteristik und Techniken  Diese Ideen der Impressionisten äußerten sich in neuen Malereitechniken: Die Farben wurden fleckig nebeneinander aufgetragen, sodass der Fokus auf die vorhandenen Lichtverhältnisse und -reflexe gelegt werden konnte. Die industrielle Fertigung von Farbtuben ab Mitte des 19. Jahrhunderts machte die Freiluftmalerei möglich und begünstigte damit das gleichzeitige Wahrnehmen und Malen eines Motivs.  Die Form der Gemälde wurde offen und skizzenhaft gehalten, um die Impression möglichst schnell auf das Papier bringen zu können. Aus demselben Grund begannen die Künstler auch die Farben auf der Leinwand selbst, anstatt auf einer Palette zu mischen. In der impressionistischen Malerei wurden vor allem helle Töne verwendet und die Farbe schwarz beziehungsweise harte Konturen kamen in den Bildern wenig zum Einsatz. Insgesamt lässt sich sagen, dass impressionistische Malerei sehr weich und bunt, aber gleichzeitig sehr dynamisch ist.  Diese Merkmale finden sich in den Werken weltbekannter Impressionisten deutlich wieder. Zu ihnen zählen: Claude Monet, Paul Cézanne, William Turner, Auguste Renoir, Camille Pissarro, Edgar Degas, Édouard Manet und viele mehr. Die bunte Welt des Impressionismus wartet und möchte auch noch heute von uns entdeckt und erlebt werden! Ein Tipp für Monet-Liebhaber: Vom Malerbetrieb, wie etwa MALEREI BUNT E.U., den passenden Grün-Blau-Ton auf die Wand streichen lassen und dann selbst ein paar Seerosen daraufmalen oder als Fotos anbringen.


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